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Ein Theaterstück (fast) ohne Menschen

In der Raumpolitik des Theaters tritt die Technik normalerweise zurück, um dem Menschen zu einem imposanten Auftritt zu verhelfen. Was passiert wenn sich dieses Verhältnis umkehrt? FLIMMERSKOTOM macht die Dinge zum Hauptakteur, die Sehen und Hören im Theater überhaupt erst ermöglichen: Scheinwerfer werden von der Decke geholt, Geräusche der Bühne verstärkt und Elektrosignale vertont. Apparate und Technik des Theaters werden hörbar, scheinen zu atmen und lassen einen düsteren, geheimnisvollen und inspirierenden Imaginationsraum entstehen.

FLIMMERSKOTOM spielt mit Bedingungen und Grenzen der Wahrnehmung, kippt den Theaterraum auf die Seite und kartografiert ihn neu, macht Licht hörbar, Klang spürbar, blendet mit Dunkelheit und verbirgt im Hellen.

Ein multimediales Totaltheater von Gregor Glogowski, Alisa M. Hecke und Benjamin Hoesch.

Eingeladen zum Körber Studio für Junge Regie, Radikal Jung Festival, Tonlagen Festival Hellerau und World Stage Design Festival in Taiwan

„eine wortlose Performance von Lichtgerätschaften, die Helligkeit und Geräusche erzeugen, ein Sirren und Kreischen, Blenden, Flimmern und Flackern, eine Feier des Materials“ (Theater heute, 08/2015)

„Ihr Stück öffnet Spielräume ohne Ende. Aber nicht für Schauspieler – die in der Inszenierung (oder Performance?) fehlen, sondern für die Zuschauer. Einziger Akteur ist ein fast fünf Meter hoher Turm aus analogen Scheinwerfern, der sich bedrohlich hin und her bewegt und nicht selten seine volle Leistung ins Publikum feuert. Da helfen nur noch Sonnenbrillen und gut organisiertes Stiftmanagement um all die aufblitzenden Gedanken festzuhalten. Zusammen mit dem ruhig-beunruhigenden Soundfile, das nur aus bearbeiteten Geräuschen der Lichtanlage besteht, entwickelt sich so etwas wie ein Lightroom der Orientierungslosigkeit, vielleicht auch „Solaris 4.0“ – Tarkowskij revisited.“ (Frankfurt Rundschau)

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FLIMMERSKOTOM
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