Nach unterschiedlichen künstlerischen Werdegängen führte Gregor Glogowski und Benjamin Hoesch das Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen zusammen. In ihren gemeinsamen Arbeiten verbinden sie Elemente von Theater, Bildender Kunst, Architektur und Musik, um zeitgenössische Formen der sinnlichen Wahrnehmung und der geteilten Gemeinschaft(en) zu erforschen. Glogowski und Hoeschs erste gemeinsame Arbeit FLIMMERSKOTOM (zusammen mit Alisa M. Hecke) wurde zum Körber Studio Junge Regie am Thalia Theater, zum Radikal Jung Festival am Münchner Volkstheater, zum TONLAGEN Festival der zeitgenössischen Musik am Festspielhaus Hellerau sowie zum World Stage Design Scenofest in Taipeh/Taiwan eingeladen. Seitdem produzieren sie sowohl in der freien Szene (Engineering the Wild, UNA SOLO // Mousonturm Frankfurt, HELLERAU - Dresden, LICHTHOF Hamburg) als auch am Stadttheater (DE RERUM NATURA. Zufällige Abweichungen // Stadttheater Gießen).
Gregor Glogowski (*1982): arbeitet als Regisseur, Sound-Artist und Szenograf im Rhein-Main-Gebiet. Er studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Seine ersten, kollektiven Arbeiten Mustermaschine (2013) und Don’t Kill this Messenger (2014) wurden u.a. im Frankfurt Lab, im Stadttheater Gießen, im HAU Berlin, im Ausland Berlin, im zeitraumexit Mannheim und im T.V. Control Center Athen gezeigt. Er wurde vom Goethe-Institut gefördert und war Artist in Residence beim CTM-Transmediale Festival in Berlin 2016. Sein Sound-Stück Erinnerungen an eine Zeit vor dem LED-Regime (2017) wurde vom HR2 im Rahmen von The Artist's Corner gesendet. Seine Hörstücke Katastrophenschutz, Schaeffer unterwegs und SUBITO wurden u.a. vom HR, Deutschlandradio Kultur und WDR gesendet. Solo-Projekte im Bereich Musiktheater waren u.a. REEL TO REEL (2018) im Studio Naxos, Frankfurt am Main.
Benjamin Hoesch (*1987) lebt in Hamburg und arbeitet hier sowie im Rhein-Main-Gebiet als Theaterwissenschaftler und Theatermacher. Nach dem Magisterabschluss in Theaterwissenschaft und Literaturwissenschaft 2013 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der JGU Mainz, gleichzeitig studierte er Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen bis zum Masterabschluss im Herbst 2017. Seit März 2018 promoviert er in einem DFG-Forschungsprojekt am Lehrstuhl von Gerald Siegmund in Gießen. Künstlerisch arbeitete er als Theatermacher und Lichtdesigner u.a. in der Kunsthalle Mainz (Ohne Alles, Juli 2016) und kollaborierte u.a. mit Leander Ripchinsky (Liebe, Juni 2018) und Alisa Hecke (Über Berge, Oktober 2016) am Künstlerhaus Mousonturm. Wiederholt wurde er als Referent zu internationalen Tagungen eingeladen (Performance Studies International 2017 in Hamburg, International Federation for Theatre Research 2018 in Belgrad) sowie als Teilnehmer an Festivalprogrammen wie dem Festivalcampus der Wiener Festwochen 2013, der Ruhrtriennale 2014 und als Stipendiat beim Internationalen Sommerfestival 2015 auf Kampnagel.