Nach unterschiedlichen künstlerischen Werdegängen führten Gregor Glogowski und Benjamin Hoesch das Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen zusammen. Ihre Arbeiten entstehen mit zahlreichen Kompliz:innen verschiedener Disziplinen und wurden international zu Festivals eingeladen (Körber Studio Junge Regie, Radikal Jung Festival, TONLAGEN Festival der zeitgenössischen Musik am Festspielhaus Hellerau, World Stage Design Scenofest in Taipeh/Taiwan) und sie übernahmen Lehraufträge an der Taiwan National University of the Arts und der HKU University of the Arts Utrecht.

Sie gründeten zusammen mit Kollaborateur:innen aus der aktuellen Musik das Kollektiv Matter of Facts Studio , das seit 2020 experimentelles Musiktheater realisiert.

Glogowski / Hoesch nutzen Strategien aus der Performance, der Choreografie und dem zeitgenössischen Musiktheater, um die herausfordernden und paradoxen Ordnungen unseres Zusammenseins hervortreten zu lassen. Dabei arbeiten sie oft mit scheinbar abstrakten und formalen Setzungen, die aber in der Wahrnehmung des Publikums vielschichtige Beziehungen von Klang, Bild und Körper erscheinen lassen und sensorisch intensiv wirken. Ihre Ästhetik bietet Situationen für Spieler:innen und Publikum an, Musiktheater lustvoll und mit leisem Humor zu erkunden.

Sie setzten sich mit Isolation, Selbstoptimierung und Terrorismus in ihrer Arbeit UNA SOLO (2018) auseinander, wofür sie den Virtuosen Johannes Schwarz (Fagott) aus der Neuen Musik-Szene auf die Bühne baten. In ihrer Arbeit MATTER OF FACTS (2020), in Kollaboration mit den beiden Perkussionistinnen Yuka Ohta und Yu-Ling Chiu und dem Komponisten Diego Ramos Rodríguez verhandelten sie Schlagwerk und Rhythmus als Performance und Choreografie, die unser Begehren nach einem kollektiven Körper offenlegt. Dabei dekonstruierten sie das traditionelle Schlagwerk hinsichtlich Geschlechterbilder, Vorstellungen von physischer Kraft und Synchronizität.

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